Bericht zur Jahreshauptversammlung am 18.01.2025

18.01.2025
Feuerwehr Verein
Johann Hölzle wurde in der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Erlstätt im Gasthof Fliegl in Erlstätt. Für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde Johann Hölzle. Der Geehrte war von 1981 bis 1997 2. Kommandant und von 2000 bis 2016 Schrift-führer. Insgesamt gehörte er rund 35 Jahre der Vorstandschaft an. Urkunden erhielten auch Herbert Schuhbeck und Johann Streitwieser für ihre 40-jährige Treue und Verbundenheit zum Verein und zur aktiven Wehr. 1. Vorstand Josef Hölzle und 1. Kommandant Michael Wimmer gratulierten und dankten ihnen herzlich. Streitwieser und Schuhbeck werden im April im k1 in Traunreut bei einem gemeinsamen Ehrenabend des Kreisfeuerwehrverbandes und des Landkreises Traunstein nochmals für 40 Jahre aktive Dienstzeit besonders geehrt. Eine Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst erhielt Franz Strohmayer. Da Manfred Engelmeier und Robert Weidacher diese Ehrung 2024 nicht persönlich entgegennehmen konnten, wurde das heuer nach-geholt. Seit 20 Jahren Mitglied und Feuerwehrdienstleistende sind Wolfgang Hennes, Johann Hölzle und 2. Kommandant Sebastian Muggenhamer. Auch für sie gab es Urkunden und einen warmen Applaus. Kreisbrandmeister Stefan Nitzinger, der als Erlstätter Feuerwehrler ein Heimspiel hatte, verteilte im Namen des Freistaates Bayern Fluthelfernadeln an seine Kameraden Sebastian Muggenhamer, Herbert Klausner junior, Johannes Haberlander, Stefan Papp, Johann Hölzle, Franz-Josef Kreiler, Andreas Daxenberger, Franz Neuhauser und Michael Wimmer. Sie hatten nämlich dem Hilfeleistungs-Kontingent angehört, dass beim letztjährigen schweren Juni-Hochwasser im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm im Einsatz war. Auf eigenen Wunsch aus der aktiven Wehr verabschiedet wurde der langjährige 1. Kommandant Bernhard Poller. Rund 45 Jahre war er mit Leib und Seele Feuerwehrler. Der lang-jährige 1. Vorstand Herbert Klauser senior werde, wie es hieß, „nur auf Zeit verabschiedet“, da das Bayerische Feuerwehrgesetz wohl bald dahingehend geändert werde, dass die Altersgrenze für aktive Feuerwehrler von 65 auf 67 Jahre angehoben wird.

„2024 hatten wir 36 Einsätze, darunter vier Brände, 22 Technische Hilfeleistungen (THL), drei sonstige Tätigkeiten, sechs Sicherheitswachen und einen ABC-Einsatz“, betonte 1. Kommandant Michael Wimmer. Man habe diese Einsätze mit 552 Aktiven in 1252 Stunden abgearbeitet. Insgesamt leistete die aktive Mannschaft im Vorjahr 2510 Stunden. Besonders in Erinnerung geblieben sind neben einigen Verkehrsunfällen, ein Wohnhausbrand in Winkl, ein Brand und ein Gefahrstoffaustritt bei der Firma Eberl Spedition (Nußdorf), diverse Hochwasser-einsätze im Gemeindegebiet und im Katastrophenschutz-gebiet Baar-Ebenhausen (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) sowie ein Sturz in einen Keller in Erlstätt. An den acht verpflichtenden Monatsübungen nahmen 212 Aktive teil. Auch zahlreiche Lehrgänge wurden besucht – sechs auf Landkreisebene und zwei an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried. Die aktive Wehr bestand Ende 2024 aus 57 aktiven Mit-gliedern, davon 53 Männer und vier Frauen. Befördert wurden in der Versammlung Franz Strohmayer zum Oberfeuerwehrmann, Christian Muggenhamer zum Löschmeister, Michael Gnadl und 2. Kommandant Sebastian Muggenhamer zu Oberlöschmeistern und 1. Vorstand Josef Hölzle zum Hauptlöschmeister.

In seiner Funktion als Leiter Atemschutz verwies der 1. Vorstand Josef Hölzle auf 27 Atemschutzgeräteträger Ende 2024. Das ist einer mehr als zu Jahresbeginn. Insgesamt hatte man im Vor-jahr fünf Einsätze. Auch für Übungen und Lehrgänge wurde viel Zeit investiert. Jedes aktive Feuerwehrmitglied, dass die regel-mäßigen ärztlichen Untersuchungen und den Speziallehrgang bestehe, sollte als PA-Träger zur Verfügung stehen, appellierte Hölzle. Die Jugendgruppe besteht weiterhin aus sieben Feuerwehranwärtern. Zu den Höhepunkten des vergangenen Jahres zählte Jugendwart Andreas Hölzle, der mit Franz-Josef Kreiler die Jugend betreut, die bewährte Christbaum-Abholaktion, den Beginn der MTA-Ausbildung, einen Besuch bei der Flughafen-Feuerwehr München, den besuchten Kreisjugendfeuerwehrtag in Seebruck, die erfolgreiche Ablegung des Wissenstests in Siegsdorf und die traditionelle Abholung des Friedenslichts in Tittmoning und dessen Weitergabe an die Erlstätter Bürger. 

„Wir hatten Ende letzten Jahres 57 aktive Vereinsmitglieder, 93 passive (ehemals aktive) Mitglieder, 50 fördernde Mitglieder sowie sieben Mitglieder der Jugendgruppen“, betonte 1. Vorstand Josef Hölzle. Insgesamt seien dies 207 Mitglieder, davon zwei Ehrenmitglieder. in seinem Jahresrückblick erinnerte er unter anderem an den Vereinsausflug mit der Jugend zur Münchner Flughafenfeuerwehr, an diverse besuchte Feuer-wehr-Gründungsfeste, an die von der KSK Erlstätt aus-gerichtete Kriegerwallfahrt nach Maria Eck, den vereinseigenen Feuerwehrfamilientag, den Staatsempfang für die Fluthelfer in Oberschleißheim, die vereinseigene Standrohrparty, das aus Feuerwehrsicht ergebnistechnisch besonders gut gelaufene Dorfschießen, den Jahrtag der Ortsvereine und die wieder-belebte Christbaumfeier. Für drei Jahre einstimmig wieder-gewählt wurden die Kassenprüfer Martin Daxenberger und Hans Lackner. Ein kräftiges Plus vermeldete Kassier Thomas Kaltner und fügte an: „Wir sind finanziell für unser großes Fest gut gewappnet“. 2026 soll bekanntlich das 2021 der Corona-Pandemie zum Opfer gefallene 150-Gründungsfest zum 155-Jährigen nachgeholt werden.

Ausnahmslos lobende Worte fanden für die bestens aufgestellte Erlstätter Feuerwehr Bürgermeister Gerhard Wirnshofer und Kreisbrandmeister Stefan Nitzinger. Zu den heuer anstehenden wichtigen Vereinsterminen zählen der Vereins-Skitag am 9. März in Zell am See, der Anwerbetag für die Jugend und für Quereinsteiger am 28. Juni, der Feuerwehrfamilientag am 12. Juli, die eigene Standrohrparty am 25. Oktober sowie der Jahrtag der Vereine am 15. November.